Montag, März 1, 2021
Barfuss-zum-Mond

Sillian, Hochpustertal, Österreich: Gleitschirmfliegen in den Dolomiten

IMG-20131228-WA0001Gleitschirmfliegen, endlich ist es real geworden. Ein lang gehegter Wunsch seit 2 Jahrzehnten. Ich lerne Fliegen. Und dann ist es soweit. Morgens um 8:30 Uhr am Übungshang. Theorie- Aufzieh- Start- und Landeübungen, solange bis man es kann und dann wird abgehoben. Hoppla, auf einmal schwebt man 800 m über Grund. Ein Traum in der für mich schönsten Alpenregion Österreichs, den Dolomiten. Die Dolomiten, das UNESCO Weltnaturerbe ist eine Gebirgskette der südlichen Kalkalpen oder auch Südalpen genannt. Der Marmolata ist mit 3342 m höchster und bekanntester Berg der Dolomiten. Auch bekannt sind die Drei Zinnen, die Sella, Rosengarten, Schlern, Geisler und Langkofel.

Für mich gibt es nichts Schöneres. Ich kann nicht eindeutig beschreiben, was ich fühle, wenn ich fliege, aber es ist ein unfassbares Gefühl. Eine Mischung aus Adrenalin und inneren Frieden. Ich weiß, die Beschreibung wirkt in sich gegensätzlich, aber ich denke ich habe es gut getroffen. Du denkst an nichts und genießt jeden Augenblick in der gefährlichen Höhe. Es ist unendliche Freiheit!

Flug vom Thurntaler mit nem blöden Verhänger hinten im Segel. Egal. Macht mich nicht nervös !! Oder doch ?!?! 😉

“So frei wie ein Vogel im Wind, wenn er fliegt”

IMG-20140925-WA0003Einmal angefixt vom Gleitschirmfliegen wird man schnell süchtig. Bei mir war es jedenfalls so. Ich bin noch blutiger Anfänger und habe meinen Schein erst ein paar Monate. Du kannst nicht fliegen wenn Du Starten und Landen drauf hast. Du kannst fliegen, wenn Du das Wetter studierst und es richtig deuten und einschätzen kannst. Du solltest niemals davon ausgehen, dass es mit Bestehen der Lizenz getan ist. Eine fehlerhafte Einschätzung kann verheerende Folgen haben. Dies musste ich leider schon am eigenen Leibe erfahren, zum Glück endete mein Absturz ohne schwerwiegende Blessuren. Nicht zuletzt durch dieses Erlebnis habe ich den notwendigen Respekt vor den Gefahren meines Hobbys verinnerlicht.

In der Schulung ist alles ziemlich easy. Ein Fluglehrer steht am Start- und Landeplatz und gibt Dir Starthilfe und Anweisungen. Du fühlst dich sicher. Und du solltest auch definitiv auf diese Anweisungen hören und genau das tun was er sagt. Die Lehrer haben einen extrem verantwortungsvollen Job. Sie haben Verantwortung für Dich und wenn Du einen Fehler machst und Dir geschieht etwas, sieht es immer so aus, als hätten sie Dir falsche Anweisungen gegeben. Nach Bestehen der praktischen und theoretischen Prüfung hast du deine A-Lizenz und kannst theoretisch fliegen, wo du möchtest. Ich würde es allerdings nicht empfehlen gleich im Anschluss an die Prüfung Alleingänge zu unternehmen, womit wir wieder beim Respekt gegenüber diesem Hobby sind. Entweder man schließt sich einer Gruppe erfahrener Flieger an oder man fliegt im Rahmen einer laufenden Schulung als Freiflieger, jedoch weiterhin mit Funkverbindung zu den gerade unterrichtenden Fluglehrern. Das nennt sich Easy Fly. Und wer sich nicht sicher ist, ob das Wetter passt oder nicht, der merke sich folgenden Satz: “Im Zweifel NIE”

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